Zweiradhaus-Benrath
Anno 1994 Das Fahrrad-Fachgeschäft im Gewerbehof Benrath
Der Markt für Holland-Bike-Fans
Ständig zwischen 10 bis 50 Holland Räder aus der guten alten Zeit der Fahrradtechnik, finden Sie direkt in unserem Mitnahme-Markt. Folgende Marken sind jederzeit vertreten:
Wir sind überzeugte Hollandrad-Fans und arbeiten daher am allerliebsten mit diesen wunderschönen Fahrrädern.
Die Beliebtheit der *Holländer* reicht von jung bis alt. Das Hollandrad zeichnet sich durch komfortable, aufrechte Sitzhaltung, Leichtläufigkeit und lange Lebensdauer aus. Alle Komponenten dieser Räder sind darauf ausgelegt mit minimaler Wartung maximale Lebensdauer zu erzielen
Unsere Kunden schwärmen entweder von einem stattlichen Nostalgie-Hollandrad oder schwören auf ein schönes klassisches Modell.

Gazelle und Batavus sind die bekanntesten Hersteller, aber es gibt noch viele andere, deren Räder hochwertig verarbeitet wurden.
Ein Blick auf die Geschichte des Hollandrades, Fahrrad-Datierung und anderes Wissenwertes lohnt sich in jeden Fall unter http://www.rijwiel.net/merken_d.htm
Das Zweiradhaus-Benrath-Team fährt selbst restaurierte, uralte Hollandräder von Junker, Gazelle und Batavus - sehr elegante Räder, die so manche Blicke auf sich ziehen.
Wir restaurieren gerne und oft lohnt es sich, ein altes Rad wieder aufzumöbeln.
So manches schrottreife Fahrrad hat bei uns ein neues Fahrradleben erhalten. Die Basis ist bei uns einfach da und der Rest kommt mit viel Liebe zum Detail und der Lust das Rad wieder in Gang zu bringen.
Immer im Sortiment die Holland-"Classics"
Sind Sie schon lange auf der Suche nach einem alten Begleiter oder einer echten Technik-Rarität? Sprechen Sie Ihr Zweitrad Manufaktur-Team im Gewerbehof Benrath an.


Union Burgers Empo Juncker Union
| Gründung (G) bzw. Anfang der Fahrrad- produktion (P) | Firma, Ort | Aufhebung der (selbstständigen) Fahrrad- produktion | Grund der Aufhebung |
| 1869 (G) | Burgers, Deventer | 1961 | Übernahme durch Pon |
| 1871 (G) 1884 (P) | Fongers, Groningen | 1961 | Übernahme durch Phoenix |
| 1884 (G) | Cyrus, Venlo | 1971 | Konkurs |
| 1886 (G) ca. 1893 (P) | Eysink, Amersfoort | 1953 | fast Konkurs, Fortsetzung des Unternehmens ausschließlich mit motorisierten Zweirädern |
| 1887 (G) 1890 (P) | Simplex, Amsterdam | 1965 | Verlegung der Produktion nach Apeldoorn (Juncker) |
| 1897 (G) | Gruno, Winschoten | 1968 | Betrieb nach zweifachem Umzug und Fusionen geschlossen |
| 1898 (G) 1924 (P) | Juncker, Apeldoorn | 1968 | Übernahme von Juncker, Locomotief und Simplex durch Gazelle |
| 1898 (G) 191x (P) | Durabo, Woudenberg | 1983 | Betriebsauflösung |
| 1898 (G) 1930 (P) | Pon, Amersfoort | 1985 | Konkurs, Übernahme durch Union |
| 1892 (G) 1902 (P) | Gazelle, Dieren | - | - |
| 1894 (G) 1904 (P) | Germaan, Meppel | 1963 | Übernahme durch Phoenix |
| 1902 (G) 1929 (P) | Locomotief, Amsterdam | 1952 | Fusion mit Simplex |
| 1903 (G) 1913(?) (P) | Bato, Tiel | 1958 | Übernahme durch Batavus |
| 1904 (G) 1911 (P) | Union, Dedemsvaart | 2005 | Markenrechte verkauft, Marke und Produktion voneinander getrennt |
| 1904 (G) ca. 1907 (P) | Batavus, Heerenveen | - | - |
| 1904 (G) 1917 (P) | Phoenix, Leeuwarden | 1970 | Übernahme von Phoenix, Fongers und Germaan (PFG) durch Batavus |
| 1908 (G) | Veeno, Bedum | 1967 | Konkurs |
| 1909 (P) / 1923 (P) | Magneet, Weesp | 1969 | Markenrechte und Produktion verkauft an Batavus |
| 1910 (G) 192x (P) | Mustang, Assen | 1985 | Betriebsauflösung |
| 1913 (G) 1917 (P) | Empo, Vorden | 1979 | Konkurs, Übernahme durch Pon |
| 1914 (G) | Maxwell, Amsterdam | 1961 | Betriebsauflösung |
| 1917 (G) 1920 (P) | Sparta, Apeldoorn | - | (1999 Übernahme durch Accell) |
| 1918 (G) | Primarius, Meppel | 1962 | Betriebsauflösung |
| ca. 1920 (G) | Eroba, Echt | 2005 | Nach mehreren aufeinanderfolgenden Insolvenzen kein Neustart mehr |
| 1921 (G) | RIH, Amsterdam | - | - |
| 1844 (G) ca. 1930 (P) | RS Stokvis, Rotterdam | 1968 | Schließung der Fahrradfabrik |
| 1922 (G) 1954 (P) | Kaptein, Amsterdam/Arnheim | ca. 1963 | Vergabe der Produktion an PFG, ab 1966 an Union (Unikap) |
| 1939 (G) | Burco, Amsterdam | 2004 | verkauft an Accell (Batavus) |
| 1945 (G) | Cové, Blerick | - | - |
| 1948 (G) | Rivel, Surhuisterveen | 1993 | Übernahme durch Union |
Hollandrad
Als Hollandrad (oder Holland-Fahrrad) bezeichnet man Fahrräder niederländischer Bauart, die sich insbesondere durch eine aufrechte Sitzposition des Fahrers auszeichnen und in dem Ruf stehen, besonders robust und qualitativ hochwertig zu sein.
Typisierung
Hollandräder sind eine stabile und komfortable Fahrradgattung, die sich auch jenseits der Niederlande großer Beliebtheit erfreut, in Deutschland insbesondere in den Städten des Nordwestens und auf den friesischen Inseln. Die Welt am Sonntag schrieb 2008 in einem Artikel zum Thema Fahrrad über das Hollandrad:
„Zu Unrecht hatte es jahrelang den Ruf eines Oma-Fahrrades, und das bloß, weil es behäbiger daherkommt und seinen Fahrer aufrecht durch die Welt rollen lässt. Im Grunde ist das Hollandrad ein Fortbewegungsmittel für Menschen, die ihrer Umgebung offen und neugierig begegnen. Mit Haltung.“
Geschichte
An Anfang der Geschichte des Fahrrads in den Niederlanden steht der Import von Rädern aus den großen europäischen Ländern wie Frankreich, England und Deutschland, die mit ihren Entwicklungen den Weg des Fahrrades vorgaben. Eine eigene niederländische Fahrradproduktion beginnt erst 1869 mit der Werkstatt von Hernricus Burgers aus Deventer, in den 1880er Jahren entstehen dann jedoch in schneller Folge weitere Hersteller. Die produzierten Räder lehnten sich dabei eng an das englische Vorbild an – das ursprüngliche Hollandrad war somit zunächst eine Kopie des englischen Fahrrades.
Das Prädikat Nederlandsch Fabrikaat kam erst in 1920er Jahren auf, nachdem sich Anfang des 20. Jahrhunderts in der Fahrradform spezifisch niederländische Merkmale herauszubilden begannen. Kennzeichnend war dabei eine eher konservative Einstellung der niederländischen Hersteller, die weniger auf Innovationen, als auf Qualität und Langlebigkeit setzten. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die niederländische Geographie mit ihren ebenen Landschaft und das engmaschige, gut ausgebaute Straßennetz. Wichtig war darüber hinaus die große Akzeptanz des Fahrrades in der niederländischen Gesellschaft als alltägliches Transportmittel, und zwar nicht nur für Personen in Form von Stadträdern (Niederländisch Stadsfiets oder Omafiets) – Vorläufer der heutigen City Bikes –, sondern auch für Waren in Form von Transporträdern (Niederländisch Bakfiets).
Besonderheiten
Das „klassische“ Hollandrad mit seinem Anspruch an Stabilität, Wartungsarmut und hohen Komfort weist einige technische Besonderheiten auf, die sich bis heute erhalten haben:
- Der Rahmen des Damenrads hat die Form des sogenannten Hollandbogens (umgangssprachlich auch „Oma-Rahmen“ genannt), der sich durch ein gerades Unterrohr und ein einfach gebogenes, hochgezogenes Oberrohr auszeichnet. Das Herrenrad verwendet den typischen Diamantrahmen.
- Damen- und Herrenrad gemein ist der relativ flache Lenkkopfwinkel von zirka 65°, der einen hervorragenden Geradeauslauf bewirkt. Der Lenker selbst ist dabei relativ nah am Körper, wodurch sich eine nur gering geneigte, bequeme Sitzhaltung ergibt, die die Arme und Hände entlastet. Hinzu kommt meist ein stark gefederter Ledersattel.
- In den flachen Niederlanden hat es gedauert, bis Gangschaltungen in den Rädern Einzug hielt. Im Wesentlichen wurden dann Nabenschaltungen eingebaut, zu Anfang Fichtel-und-Sachs- oder Sturmey-Archer-Dreigangschaltungen. Als Schaltgruppen haben sich heute die Drei-, Fünf- und Siebengang-Nabenschaltungen der Hersteller SRAM und Shimano durchgesetzt.
- In den Niederlanden kommen überwiegend Trommelbremsen an Vorder- und Hinterradnabe zum Einsatz, die teilweise per Stange statt per Seilzug bedient werden. Für den Export nach Deutschland bestimmte Hollandräder werden von den Herstellern jedoch meistens mit Rücktrittbremse ausgestattet.
- Der Dynamo dient bei vielen Hollandrädern nur der Stromversorgung des Scheinwerfers, während das Rücklicht mit Batterien betrieben wird. Diese Variante ist in den letzten Jahren zunehmen auch bei Modellen zu finden, die in Deutschland verkauft werden, wobei zu beachten ist, dass dies nicht den Vorschriften der StVZO entspricht, nach denen sowohl der Scheinwerfer als auch die Schlussleuchte durch einen Dynamo mit Strom versorgt werden müssen.
- Eine weitere Besonderheit der Hollandräder ist der Gepäckträger. Während andere Fahrräder häufig einen metallischen Bügel besitzen, werden bei Hollandrädern typischerweise drei Gummibänder verwendet, die von der Radnabe des Hinterrades über den Gepäckträger gespannt sind.
- Für die Wartungsarmut der Hollandräder bedeutend ist zudem der geschlossene Kettenschutz, der traditionellerweise aus Moleskin hergestellt wird. Seit einigen Jahren werden neben dem klassischen Moleskin-Kettenschutz auch solche aus ABS-Kunststoff verbaut, die man ohne großen Aufwand oder Werkzeugeinsatz demontieren kann.
Die besondere Haltbarkeit der Hollandräder schlägt sich insgesamt auch im Wiederverkauf nieder. Ein gut gepflegtes, gebrauchtes Marken-Hollandrad verliert auch nach Jahren nur wenig von seinem Wert.